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Prof. Dr. Ersin Gündoğan

Sleeve-Gastrektomie

Schlauchmagenoperation

Patienteninformation zur Sleeve-Gastrektomie (Schlauchmagenoperation): für wen sie infrage kommt, wie sie durchgeführt wird, Risiken, Heilungsverlauf und lebenslange Nachsorge.

Letzte Aktualisierung: 15. Juli 2026

Letzte Aktualisierung: 15. Juli 2026

Diese Seite wurde aus dem türkischen Original übersetzt. Medizinisch maßgeblich ist die türkische Fassung. Türkisches Original lesen

Was ist diese Operation?

Bei der Sleeve-Gastrektomie (Schlauchmagenoperation) werden etwa drei Viertel des Magens operativ entfernt, sodass ein schmaler, schlauchförmiger Magen zurückbleibt. Sie gehört weltweit zu den am häufigsten durchgeführten Verfahren der Adipositaschirurgie (bariatrische Chirurgie).

Der verkleinerte Magen bewirkt, dass sich schon mit einer geringeren Nahrungsmenge ein Sättigungsgefühl einstellt. Außerdem ist der entfernte Magenabschnitt eine wichtige Quelle von Ghrelin, einem mit dem Hungergefühl verbundenen Hormon; daher wird bei vielen Patientinnen und Patienten eine Abnahme des Appetits beobachtet. Die Operation allein ist keine Lösung; sie ist ein Behandlungsschritt, der zusammen mit Veränderungen der Ernährung und der Lebensweise wirksam ist.

Für wen kommt sie infrage?

Die Entscheidung zur Adipositaschirurgie wird auf Grundlage einer umfassenden Beurteilung des allgemeinen Gesundheitszustands der Patientin oder des Patienten getroffen. Allgemein anerkannte Kriterien sind:

  • ein Body-Mass-Index (aus Körpergröße und Gewicht berechneter Wert) von 40 und darüber,
  • ein Body-Mass-Index zwischen 35 und 40 bei gleichzeitig bestehender Begleiterkrankung wie Typ-2-Diabetes (Zuckerkrankheit), Hypertonie (Bluthochdruck) oder Schlafapnoe,
  • mit nicht-operativen Methoden wie Diät, Bewegung und medikamentöser Behandlung wurde kein ausreichendes Ergebnis erzielt,
  • es liegt kein Umstand vor, der gegen eine Vollnarkose spricht,
  • die Patientin oder der Patient ist bereit, die Ernährungsregeln nach der Operation und die lebenslange Nachsorge einzuhalten.

Die Beurteilung der Eignung ist meist ein vielseitiger Prozess, an dem auch Fachleute aus Endokrinologie, Psychiatrie/Psychologie und Ernährung beteiligt sind. Welches Verfahren für Sie geeignet ist, sollten Sie gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt beurteilen.

Wie wird die Operation vorbereitet?

Vor der Operation werden Blutuntersuchungen, eine Magenspiegelung (Untersuchung des Magens mit einer über den Mund eingeführten Kamera), ein Ultraschall des Bauches sowie kardiologische und anästhesiologische Beurteilungen durchgeführt. Wenn Sie rauchen, wird empfohlen, damit aufzuhören; Rauchen beeinträchtigt die Wundheilung und die Gesundheit der Lunge. Bei manchen Patientinnen und Patienten wird vor der Operation ein spezielles Ernährungsprogramm über einige Wochen durchgeführt, damit sich die Leber verkleinert und die Operation sicherer durchgeführt werden kann.

Wie wird die Operation durchgeführt?

Die Operation erfolgt in Vollnarkose und meist laparoskopisch (minimal-invasiv) über einige kleine Schnitte am Bauch. Mithilfe einer Kamera und spezieller Instrumente wird der Magen mit sogenannten Staplern (Klammernaht- und Schneidegeräten) der Länge nach durchtrennt; der größte Teil des Magens wird entfernt, und es bleibt ein schmaler, schlauchförmiger Magen zurück.

Die Dauer des Eingriffs ist von Patient zu Patient unterschiedlich, liegt aber in der Regel bei etwa 1–2 Stunden. Während der Operation kann die Dichtigkeit der Klammernahtreihe geprüft werden. Selten kann es aufgrund technischer Schwierigkeiten notwendig sein, vom minimal-invasiven Verfahren auf eine offene Operation umzusteigen; dies ist eine Entscheidung im Sinne der Patientensicherheit.

Risiken und mögliche Komplikationen

Wie jeder chirurgische Eingriff birgt auch diese Operation Risiken. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt wird Ihnen die für Ihre Situation geltenden Risiken vor der Operation ausführlich erläutern.

  • Blutung, Wundinfektion und narkosebedingte Probleme,
  • Bildung von Blutgerinnseln in den Beinvenen (tiefe Venenthrombose) und Verschleppung des Gerinnsels in die Lunge (Embolie),
  • Undichtigkeit an der Klammernahtreihe (Austreten von Mageninhalt in die Bauchhöhle) — tritt selten auf, ist aber ernst und kann eine zusätzliche Behandlung erfordern,
  • Entstehung einer Verengung im Schlauchmagen,
  • Neuauftreten von Refluxbeschwerden (Sodbrennen) oder Zunahme bestehender Beschwerden,
  • langfristig Vitamin- und Mineralstoffmängel, Bildung von Gallensteinen,
  • mit der Zeit eine gewisse erneute Gewichtszunahme.

Wenn nach der Operation Anzeichen wie Fieber, starke Bauchschmerzen, Herzklopfen oder Atemnot auftreten, ist es wichtig, sich unverzüglich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt oder die nächstgelegene medizinische Einrichtung zu wenden.

Heilung und Nachsorge

Der Krankenhausaufenthalt dauert in der Regel einige Tage. Früh nach der Operation aufzustehen und zu gehen, ist wichtig, um der Bildung von Blutgerinnseln vorzubeugen.

Wie sieht die Ernährung nach der Operation aus?

Die Ernährung wird in bestimmten Stufen aufgebaut: zunächst klare Flüssigkeiten, danach dickflüssige Kost, pürierte Speisen, weiche Kost und schließlich der Übergang zur Ernährung mit normaler Konsistenz. Die Dauer jeder Stufe wird von Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt und Ihrer Ernährungsfachkraft festgelegt. Kleine Portionen und langsames Essen, gründliches Kauen, das Trinken getrennt von den Mahlzeiten und eine ausreichende Eiweißzufuhr sind die Grundregeln dieser Phase.

Warum ist die Nachsorge lebenslang?

Da der Magen verkleinert ist, kann die Aufnahme bestimmter Vitamine und Mineralstoffe (z. B. B12, Eisen, Vitamin D, Kalzium) abnehmen. Daher müssen die von Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt empfohlenen Präparate regelmäßig eingenommen und in bestimmten Abständen Blutuntersuchungen durchgeführt werden. Adipositas ist eine chronische Erkrankung; regelmäßige ärztliche und ernährungsfachliche Kontrollen nach der Operation werden lebenslang fortgeführt. Diese Nachsorge unterstützt sowohl die frühzeitige Erkennung von Nährstoffmängeln als auch die Dauerhaftigkeit der Ergebnisse.

Häufig gestellte Fragen

Wann kann ich nach der Operation wieder arbeiten?

Bei Schreibtischtätigkeiten ist eine Rückkehr in der Regel innerhalb einiger Wochen möglich; bei schwerer körperlicher Arbeit kann diese Zeit länger sein. Den für Ihre Situation am besten geeigneten Zeitpunkt sollten Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt besprechen.

Weitet sich der Magen mit der Zeit wieder?

Der Schlauchmagen kann sich mit der Zeit etwas dehnen. Die Einhaltung der Portionskontrolle und der empfohlenen Ernährungsweise ist der wichtigste Faktor, um dieser Dehnung und einer erneuten Gewichtszunahme vorzubeugen.

Kann ich nach der Operation schwanger werden?

Ja; in den ersten 12–18 Monaten, in denen sich der Körper an die neue Situation anpasst, wird eine Schwangerschaft jedoch in der Regel nicht empfohlen. Wenn Sie eine Schwangerschaft planen, ist es wichtig, dies Ihrer betreuenden Ärztin oder Ihrem betreuenden Arzt im Voraus mitzuteilen.

Muss ich lebenslang Vitaminpräparate einnehmen?

Bei vielen Patientinnen und Patienten ist eine Vitamin- und Mineralstoffergänzung langfristig, oft lebenslang erforderlich. Welche Präparate Sie in welcher Häufigkeit einnehmen, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt anhand Ihrer regelmäßigen Blutuntersuchungen fest.

Hinweis: Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt weder eine persönliche Untersuchung noch die ärztliche Beurteilung.

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